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Wandertour zur Speckkarspitze (2606m, Nordkette, Karwendel)

Bei wolkigem Himmel treffen wir uns im Halltall bei Innsbruck und fahren bis ans Ende des Tales. Dort parkt man auf dem großen Parkplatz vor der Schranke, die meist geschlossen ist. Über einen Forstweg geht es an den alten Herrenhäusern im Halltal bergauf zum Lafatscher Joch im Karwendel. Nach ca. 1,5 Stunden erreicht man das Lafatscher Joch auf knapp 2000 m Seehöhe. In nördlicher Richtung geht ein Weg hinab zum Hallangerhaus, das auf der Via Alpina liegt und Station auf dem Fernwanderweg von München nach Venedig ist. Daher begegnen einem bis zum Joch viele Halsbrecherische Mountainbiker und Fernwanderer.

Geröllfeld an der Speckkarspitze, Karwendel
Speckkarspitze, Karwendel

Wir gehen vom Lafatscher (Lafatscher = “langer fader Hatscher” sagen manche Tiroler) Joch dirkt über den Grat in östlicher Richtung auf die Speckkarspitze zu. Für die letzten 250 hm ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unbedingt erforderlich. Den hier geht es in leichter Kletterei über luftigen Grat zur Speckkarspitze. Aber ein sehr interessanter Weg! Nach anstrengenden 1300 hm erreichen wir den Gipfel der Speckkarspitze und geniessen den Blick auf den benachbarten Bettelwurf, die Tuxer sowie die Stubaier Alpen. Auch Innsbruck und die Skisprungschanze mit der Europabrücke am Brenner im Hintergrund bereichern das Panorama.

Abstieg: Der Abstieg kann auch über den Nordgrat erfolgen. Der obere Teil ist hier Drahtseilverischert. Der untere Bereich bis zum Lafatscher Joch ist deutlich einfacher als der Steig über den Westgrat. Am Lafatscher Joch bietet sich für eine Rundtour und eine Übernachtung der Weg zum Hallangerhaus an. Ansonsten gilt es den gleichen Weg nach unten zu gehen.

Bilder & Karte

Fak­ten zur Tour:
Start: Halltal bei Innsbruck, Parkplatz am Talende (im Som­mer Park­ge­bühr)
Ende: Halltal bei Innsbruck
Höhen­me­ter: ca. 1300 hm
Dauer: ca. 5,5 Stunden

Aus­rüs­tung:
festes, griffiges Schuhwerk wegen Geröll und Kletterpassagen
Anfor­de­run­gen:
anfangs leichter Forstweg, danach Geröll. Im Gipfelanstieg undbedingt Schwin­del­frei­heit und Tritt­si­cher­heit erfor­der­lich
Hin­weis: Gipfelanstieg nach dem Lafatscher Joch geradeaus über den Sattel zur Speckkarspitze. Dieser Weg ist der anspruchsvollere. Nach dem Joch auf der nördlichen Seite zum Gipfel ist der etwas einfachere Weg. Oben Drahtseilgesichert.
Einkehr: unterwegs keiner. Für Leute mit starker Kondition kann die Bettelwurfhütte in die Tour eingebaut werden.

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Skitour zum Sattelberg – (Pisten-) Skitour in Gries am Brenner

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Die Piste des ehemaligen Skigebietes am Sattelberg nur 20 km südlich von Innsbruck wird vom Hüttenwirt der Sattelbergalm präpariert und steht Tourengängern zur Verfügung. Daher ist die Tour zum Sattelberg auch immer sehr gut besucht. Aber durchaus sehr gut geeignet als Einsteigertour oder im Frühwinter bei wenig Schnee.

Beschreibung der Skitour zum Sattelberg

Von den Parkplätzen (in Gries am Brenner) am ehemaligen Skilift geht es entlang der Piste aufwärts zu einem alleinstehenden Bauernhof. Dort links vorbei und anschließend immer rechts an einer Stromleitung orientieren. Über gestuftes Gelände zur Sattelbergalm (zirka 1 Stunde). Oder direkt beim Bauernhof rechts entlang des Zaunes direkt durch den Wald, einmal noch kurz die Abfahrt berührend, dann wieder durch Wald bis zur ehemaligen Talstation des Gipfelliftes nähe der Sattelbergalm. Generell ist meistens eine Spur vorhanden, an der man sich auch recht vom Parkplatz durch den Wald bis zur ehemaligen Bergstation vorarbeiten kann.
Ab der Bergstation des ehem. Sattelbergliftes stehen zwei Aufstiegvarianten zur Verfügung:

A: Nach der Alm links halten und den Forstweg Beschilderung Sattelberg folgen und kurz danach bei einem Abzweig (Beschilderung Sattelberg, Mountainbike-Schiebstrecke)
rechts bergauf durch etwas dichteren Wald zur Waldgrenze. Anschließendüber freie Flächen geradeaus Richtung Westen, immer entlang eines Weidezaunes (Staatsgrenze), aufwärts zum geräumigen Gipfelplateau.
B: Von der Sattelbergalm direkt entlang der ehemaligen Piste auf den Gipfel.

Abfahrt: Direkt vom Gipfel Richtung Nordost zur ehemaligen Bergstation und auf der Piste entlang zurück in das Tal.

Talort: Gries am Brenner, 1.164 m, 20 km südlich von Innsbruck
Ausgangspunkt: Tourengeher-Parkplätze direkt unter der Brenner-Autobahn in Gries am Brenner (ca. 20 km von Innsbruck)
Exposition: N, NO
Schwierigkeit: Schitechnisch unschwierig, da ehemalige Piste. Rel. Lawinensicher im Pistengebiet. Allerdings gab es im November 2010 ein tödliches Lawinenunglück unterhalb des Gipfels des Sattelberges. Also auch hier gilt Vorsicht und wie bei jeder Tour sind die Lawinenlageberichte vor Tourbeginn zu studieren.

Jahreszeit: Ganzer Winter, auch Frühwinter.
Anfahrt: A-13 Brennerautobahn zur Ausfahrt Steinach am Brenner und entlang der Brennerbundesstraße zur Ortschaft Gries am Brenner. Hier rechts wenige Meter in das Obernbergtal und sofort wieder links über eine Brücke leicht bergauf zu den ausgewiesenen Tourenparkplätzen (direkt vor der ehemaligen Talstation der Sattelberglifte).
Parken: Parkplätze unter der Brennerautobahn (Kostenpflichtig)
Einkehrmöglichkeit: Sattelbergalm auf ca. 1.600m
Kartenmaterial: Kompass Wanderkarte Nr. 36 Innsbruck & Umgebung 1:50.000, AV-Karte Nr. 31/3 Schitouren Brenner Berge

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