Kategorie-Archiv: Bergwandern & Co.

Wandertouren, Klettersteige, Genusswanderungen und Skitouren

digitale Tourenplaner – Verlasst euch bloß nicht darauf!

Vermutlich werden viele von euch einen digitalen Tourenplaner (bspw. des DAV`s, basierend auf Outdooractive Leistungen) kennen und vielleicht auch hin- und wieder nutzen. Ich finde es eine tolle Sache, um schnell eine digitale Übersicht über die nächste Tour zu bekommen oder sich auch den GPX Track herunterzuladen.Im Winter und Somer ist das ein tolles Hilfsmittel für jegliche Aktivität.

Gerade im Winter habe ich gerne ein modernes GPS als Backup dabei, welches mir bei plötzlichem Wetterwechsel schon sehr hilfreich Dienste geleistet hat. Dennoch sollte man nicht blind auf die Tools vertrauen! Gerade am Beispiel Skitouren sieht man immer wieder, dass ein digitaler Routenplaner eben nicht immer die Beste Route aussucht.

Zu einer guten Routenplanung gehören verschiedene Elemente. Gerade bei Skitouren ist neben dem Wetter, den aktuellen Bedingungen und der Lawinensituation einiges zu bedenken und kann definitiv zu einer Abweichenden Routenwahl führen. Kennt ihr das Gebiet nicht, lohnt es sich immer auf Karten oder in Tourenführen die empfohlenen Routen gegenzuprüfen und auf die aktuellen Bedingungen anzupassen. Dann steht dem Powdervergnügen auch nichts im Weg. Auf einen schönen Winterbeginn!

Routenplaner failed - nicht gerade die Beste Route zum Kleinen Beil
Routenplaner failed – nicht gerade die Beste Route zum Kleinen Beil
Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

Traumhafte (mittelschwere) Bergtour: Berchtesgadener Hochkranz (1953m)

Trotz der warmen Pfingsttemperaturen mit Hitzerekorden und heftigen Gewitter im Norden, haben wir uns für eine relativ kurze, im oberen Teil anspruchsvollere Bergtour im Berchtesgadener Land entschieden. Wir wollten einfach mal wieder heraus aus dem Münchner Hausbergen und Tiroler Standartzielen. Da kommt die Tour mit ihren ca. 900 hm und einem kurzen Zustieg genau richtig! Dazu waren wir überwältigt von der gigantischen Aussicht u.a. bei den Kallbrunneralmen auf 1500m. die Kallbrunnalmen sind umfassen inzwischen übrigens fast 30 Almen. Eine erste Urkundliche Erwähnung der Almen (damals zu Stift Berchtesgaden gehörend) ist bereits im 14 Jhd. zu finden!

Ausblick von den Kallbrunnalmen zu den Leoganger Steinbergen
Kallbrunnalmen zu den Leoganger Steinbergen

Talort: Weißbach bei Lofer, 666 Meter. Bitte nicht mit dem anderen Weissbach verwechseln ;-))

Ausgangspunkt: Parkplatz in Pürzlbach (Jausenstation), 1020 Meter. Pürzlbach ist auf schmaler und steiler, asphaltierter Straße von Weiß­bach zu erreichen. Im Ort geht es rechts ab (von Lofer kommend).

Tolle Ausblicke Richtung großer Hundstod
Tolle Ausblicke Richtung großer Hundstod

Aufstieg: Vom Parkplatz geht es südöstlich hinauf über freies Almgelände. Später auf dem Fahrweg den Prechlbach entlang durch schönen Wald zu den Kallbrunnalmen. Kurz vor der Kallbrunnalm lichtet sich der Wald und gibt den Blick zum Gipfel des Hochkranz frei. Die Straße wendet sich in einem weiten Bogen nach Norden, und man wan­dert an den idyllischen Alm­hütten vorbei, bis an beschilderter Stelle die Straße nach links verlassen wird. Eine Tritt­spur führt gut markiert über steile Wiesen hinauf. Von dort hält man sich etwas links und steigt, zuletzt sehr steil, zum Kühkranz empor. Auf dem Weg Nr. 31 wieder et­was flacher nach Nordwesten bis zu einer Weggabelung in einem wenig ausgeprägten Sattel. Von dort geradeaus, immer steiler und luftiger, auf den Ostgrat und zum Hoch­kranz. Dieser unbefestigte und auch nicht wirklich gesicherte Steig erfordert Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und etwas Klettergeschick. Leichter geht es auf dem gesicherten Steig zum Gipfel des Hoch (Gesamtgehzeit ca.3 Stunden).

Luftiger Ausblick am Ostgrat des Hochkranz
Luftiger Ausblick am Ostgrat des Hochkranz

Abstieg: Es empfiehlt sich, für den Abstieg den etwas einfa­cheren „Südsteig” zu wählen. Zunächst noch ein paar Meter am Grat nach Südosten zu­rück, dann am roten Pfeil rechts ab und den Markierun­gen folgend durch Latschen steil abwärts. Bald nach Süd­westen und an Drahtseilen entlang hinunter. Unterhalb des Gratverlaufs zwischen Kühkranz und Kallbrunnalm führt eine schmale Trittspur an den steilen Fels- und Gras­hängen entlang. Sie leitet zur Kallbrunnalm. Von dort folgt man wieder der Straße, ent­weder auf eine kleine Rast nach Nordosten zur Jausen­station Wieserkaser oder gleich zum Ausgangspunkt zurück.

Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

Skitour: großer Beil (2309m) in der Wildschönau

Tour: Der Zustieg ist sicher etwas mühsam, gerade bei nicht ganz optimalen Schneeverhältnissen im unteren Teil. Das Hochtal rund um die Gressensteinalm entschädigt aber auf jeden Fall. Hier bieten sich traumhafte Skihänge in allen Expositionen. So bietet sich bei ungünstiger Lawinensituation meist eine sichere Aufstiegslinie. Eine gute Tourenplanung und Prüfung des Lawinenlageberichtes ist Voraussetzung. Der Abstieg (und ggf. Auftsieg ist auch über die Fahrstraße bis zu Gressensteinalm möglich), allerdings kann mann beim Abfahren fast die Felle anlegen, da der Fahrweg ewig flach auf annährend gleicher Höhe verläuft. Alternative: bei der Gressensteinalm anfellen und Richtung Breiteggspitze aufsteigen und dann wieder zur Schönangeralm abfahren.

Update 2014: bei sehr guten und sicheren Verhältnissen und nur für gute Skifahrer empfehlenswert ist der Einstieg in die Nordrinne ca. 150 m unter dem Gipfel. Es geht dort über einen kurzen Absatz nach Norden auf ein Plateau. Von dort ist der Einstieg aber nur über eine <40 Grad Steile Rinne möglich (nicht leicht zu finden, bei Ortsunkenntnis, aber bei vorhandenen Spuren einfach).

Powderhänge Nordabfahrt
Powderhänge Nordabfahrt
Einstieg Nordrinne Großer Beil
Einstieg Nordrinne Großer Beil
Ausgangspunkt: Parkplatz beim Gasthaus Schönangeralm (ca. 1150m)
Route: Vom Parkplatz der Schönangeralm geht ca. eine halbe Stunde flach hinein ins Tal bis unter hinter die Kundlalm. Nun kommt ein manchmal etwas unangenehmer Teil. Entlang des sogenannten Kastensteiges geht es zum Teil recht steil, über Stock und Stein, durch den Wald. (Hohe Schneelage günstig.) Oberhalb des Wasserfalls wendet man sich nach nach rechts, Richtung West, zur die Gressensteinalm (ca. 1800m) zu. Nun quert man in westlicher Grundrichtung hinüber in die große Mulde südlich unter dem Großen Beil. Durch das sehr schöne Muldengelände in mittlerer Steilheit zum Gipfel. Die letzten 100 Meter sind steil
Abfahrt: Im oberen Bereich entlang der Aufstiegsspur; aber auch rechts davon (im Abfahrtssinn) ergeben sich schöne Abfahrtsmöglichkeiten. Dann entweder über den Forstweg hinunter zur Schönangeralm. Wer eine steilere Abfahrt mag, kann entlang der Aufstiegspur durch den lichten Wald abfahren (Skifahrerisch anspruchsvoller und nur bei guter Schneelage empfehlenswert)
Alternative: Da die Abfahrt über den Forstweg im unteren Bereich nicht besonders genußversprechend ist, lohnt es sich folgende Variante: Man steigt über das Siedeljoch (1689m) und den schönen, darauffolgenden Kamm zum Hengstkogel (1803m) auf. Weiter entlang des Kammes hinüber zur Breiteggspitze (1868m), oder sogar noch weiter bis zur Wildkarspitze (1961m). Zusätzlich 1 bis 2 Sunden. Nun folgt eine steile Abfahrt über Almwiesen und Waldschneisen hinunter zur Schönangeralm. (Lawinengefahr in den steilen Passagen beachten!)
Charakter / Schwierigkeit: Der Anstieg entlang des sog. Kastensteiges ist häufig ein wenig unangenehm, da er doch sehr steil, über Stock und Stein, durch den Wald führt. Im oberen Bereich herrliche, mittelsteile Mulden und ein steiler Gipfelhang. Die hier beschriebene Variante bietet eine schöne Kammwanderung und gute, ziemlich steile Abfahrtsmöglichkeiten.
Exposition: Süd, Ost. Variante: Westabfahrt
Aufstiegszeit: ca. 3,5 Stunden
Schnee & Wetter: Aktuelle Bedingungen
Tourdaten: 1100 Meter
Beste Jahreszeit: Januar bis März
Stützpunkt: Schönangeralm
AV-Karte: Kitzbüheler Alpen, Westliches Blatt, Nr.: 34/1, 1:50.000.
Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

Test: Durch die wilde Vanoise mit den La Sportiva Nepal Evo GTX

Sicher halten mich jetzt viele für einen Blitzmerker, wenn ich damit anfange, dass die Jungs und Mädels von La Sportiva Schuhe bauen können und dies auch schon seit mehr als 80 Jahren erfolgreich tun. Trotzdem erwähne ich es noch mal an dieser Stelle, da inzwischen fast alle Outdooranbieter Bergschuhe ihrem Sortiment anbieten. 80 Jahre Erfahrungen mit Bergstiefeln, das kann aber nicht jedes Untenehmen am Outdoorhimmel von sich behaupten. Manche geben es mehr oder weniger offen zu, die Technologie von Dritten eingekauft zu haben (bspw. Mammut). Andere wiederum meinen, einen Technologieflash mitmachen und das Sortiment erweitern zu müssen. Auch La Sportiva hat sein Sortiment um einige Bereich erweitert, bei denen man geteilter Meinung sein kann, dennoch vertraue ich dem Kerngeschäft der Marke aus dem Trentino-Südtirol (Danke an Andreas für den Hinweis auf das fehlende Trentino!) voll und ganz. Das hat letztlich in meinem Entscheidungsprozess auch für den La Sportiva Nepal Evo GTX gesprochen, wenngleich mein direkter Mitfavorit von LOWA (Weisshorn GTX) beste Voraussetzungen mitgebracht hat.

Wie verhält sich der La Sportiva also unter Echtbedingungen? Bei einer 6-tägigen Durchquerung des französischen Nationalparks Vanoise mit zahlreichen Gletschern sollte die optimale Testumgebung für einen voll steigeisenfesten, robusten Hochtourenschuh sein. Und als Abschluss mit dem leichten 4000er Gran Paradiso. Da die Tour Anfang Juli geplant und noch sehr viel Schnee zu erwarten war, habe ich mich gegen meine zwar Steigeisenfeste, aber leichten La Sportiva Trango entschieden. Im Nachhinein auch eine sehr gute Entscheidung. Weniger wegen der Wärme, sondern eindeutig wegen der Nässe. Alle Kollegen mit leichterem Schuhwerk hatten trotz Goretex nach 3-4 Tagen nur noch nasse Schuhe, die auch nachts nicht richtig für den nächsten Tag trocken wurden.

Erschwerend kam hinzu, dass wir 80% der Zeit durch teilweise knietiefen Schnee marschiert sind und Feuchtigkeit von oben (trotz Gamaschen) in die Schuhe gelangt ist. Also Beste Voraussetzungen um auch die Wasserfestigkeit und die integrierte Gamasche zu testen.

Allgemein:
Seit mehreren Jahren schneidet der La Sportiva Nepal Evo GTX regelmäßig als einer der Besten in seiner Kategorie „anspruchsvolle Hochtouren“ ab. Durch das Robuste Leder- Außenmaterial, die perfekte Wärmeleistung und die Steigeisenfähigkeit eignet sich der Evo GTX ebenfalls für Winter- und Eisklettertouren. Doch haben in den Jahren bestimmt einige Konkurrenten aufgeholt oder etwa überholt? Ich selbst bin ehrlich gesagt immer etwas skeptisch bei Tests von Bergstiefeln, da die Passform je nach Hersteller doch sehr unterschiedlich ist. Bei mir passen beispielsweise Scarpa, Hanwag und Garmont nicht, obwohl diese sehr gut abschließen und La Sportiva in manchen Tests überholen. Doch wo ist der Unterschied? Wie entscheiden?

Vanoise - das Testgebiet
Vanoise - das Testgebiet

Zuerst empfehle ich den Fachhändler mit kompetenter Beratung wie bei Bergzeit. Berater ist wichtig – der Schuh muss schließlich passen und den Anforderungen entsprechen. Wenn wir von einem Verkäufer für Bergstiefel reden, verkauft dieser einem Laien einen Expeditionsschuh für 500 Euro. Ziel als Verkäufer erfüllt – als ehrlicher Berater durchgefallen würde ich sagen. Ein Wanderschuh/-stiefel sollte also nicht nur zu den Anforderungen, sondern auch zum Fuß passen. Und meist beschränkt sich dann auch schon mal die Auswahl. Wie gesagt, bei mir passen am Besten die La Sportiva und Lowa Schuhe. Scarpa und Garmont passen nicht optimal zu meinem schmalen Fuß. Und Hanwag möchte ich nicht mehr, da ich hier leider negative Erfahrungen bei der Haltbarkeit der Schuhe gemacht habe.

BytheWay: Inzwischen habe ich von La Sportiva Kletterschuhe, Zustiegsschuhe, leichte Bergstiefel und eben die getesteten Nepal Evo GTX in meinem Sortiment. Ach ja, die Nepal Evo Trek Version ist ebenfalls im Sortiment. Die Trekking Version ist eine gute Alternative, wenn doch eine leichtere, aber hochtourentaugliche Variante ausreichend ist. Mir blieben im Endeffekt der Lowa Weisshorn und der La Sportiva Nepal Evo GTX. Beide Schuhe passen mir hervorragend und sind beide mit einer wasserdichten Gore-Tex Membran ausgestattet. Kaum ein Gewichtsunterschied, trotz des verwendeten Leders. Sitz, Halt und Sohle ist bei beiden Schuhen hervorragend. So auch die Entscheidung verdammt schwer. Tendenziell wollte ich nicht schon wieder La Sportiva sondern Lowa eine Chance geben. Man hört nur Gutes über Qualität und Service. Zusätzlich ein bayrischer Hersteller – also durchaus einiges was dafür spricht. Beim Lowa Weisshorn hat dann ein kleiner aber entscheidender Punkt doch für den La Sportiva gesprochen. Das war die Schuhspitze des Weisshorn (vielleicht bin ich da etwas komisch, mag sein). Die Sohle ist durch das eingearbeitete Karbon sehr leicht und fest. Bestens. Was mich irritiert ist die Tatsache, dass Sohle und Schuhspitze leicht links bzw. rechts versetzt sind.

Ich hatte keine Probleme hinsichtlich Festigkeit und Halt, allerdings hat mir die Zielgenauigkeit beim Setzen der Fußspitze im Fels gefehlt bzw. der Schnitt der Schuhfront hat mich irritiert. Sicher eine Gewöhnungssache, aber für mich der ausschlaggebende Unterschied bei der Auswahl. Daher habe ich mich letztlich für den La Sportiva entschieden.

Beim Härtetest und 6 Tagen Bergsteigen in Schnee, Eis und Fels habe ich die Entscheidung nicht bereut und kann für die nächsten Hochtouren einen zuverlässigen Begleiter zurückgreifen. Hinsichtlich der Wasserdichtigkeit kann ich den La Sportiva nur loben. Viele meiner Begleiter hatten wie angesprochen nach 2-3 Tagen durchweichte Schuhe, die dann auch erstmal nicht zu trocken waren. Ich konnte am Morgen dagegen in einen relativ trockenen Schuh „einsteigen“. Der Halt in Fels und Eis ist perfekt. Zu Bedenken, der Schuh ist ein echter Hochtourenschuh und nicht für Trekkingtouren geeignet. Da ist die Sohle zu steif und bietet wenig Abrolleffekt.

Fazit:
Der La Sportiva Nepal Evo war mir in 6 Tage Schnee, Eis und Fels ein treuer Begleiter. Ich hatte keinerlei Probleme mit Undichtigkeiten des Schuhwerks. Die eingearbeitete Gamasche hilft kurzzeitig, dennoch sollte eine herkömmliche Gamasche bei längerem gehen in Schnee verwendet werden. Steigeisenfest versteht sich von selbst. Den Schuh kann man durchaus empfehlen, auch wenn inzwischen sehr viele Weiterentwicklungen bei der Konkurrenz das Feld hat dichter werden lassen. Eine echte Veränderung habe ich nicht feststellen können. Letztlich gilt immer – anprobieren. Nicht jedem passen die Modelle von La Sportiva.

Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

mittelschwere Hochtour: östl. Simonyspitze (3476m , Venedigergruppe)

Nein, mit meinem Vornamen haben die Simonyspitzen erstmal nichts zu tun. Definition Wikipedia: Die Simonyspitzen sind zwei Berggipfel in der Venedigergruppe in den österreichischen Zentralalpen. Sie liegen im Nationalpark Hohe Tauern auf der Grenze zwischen den österreichischen Bundesländern Osttirol und Salzburg. Ihren Namen erhielten sie in der Sitzung des Oesterreichischen Alpenvereins vom 15. März 1865 auf Antrag des Kartografen Franz Keil. Er wollte damit den Geografen und Alpenforscher Friedrich Simony ehren (siehe Wikipedia). Add to Flipboard Magazine.

Östl. Simonyspitze
Östl. Simonyspitze

Daher klang die östl. Simonyspitze nach einer sehr interessanten, vorallem nicht überbevölkerten Tour. Am nahen Venediger sollten gerade mitten in der Ferienzeit die Leute nach in diesem Sommer häufigen Schlechtwetterperioden sicher in 3er Reihen aufsteigen. Ausgangspunkt ist das schöne Virgental in Osttirol. In Matrei geht es durch Prägraten bis ans Ende des Tales (Stroken, Parkplatz Gebühren 8 Euro / 2 Tage). Von dort geht es über die bewirtschaftete Stoanalm im steiler in das malerische Mauerertal bergwärts. Erst einem Fahrweg folgend und nach der Seilbahnstation der Essener-Rostocker Hütte (Materialtransport) rechts auf einen unscheinbaren Steig. Auf ca. 2000 Meter gelangen wir auf eine Hochebene mit einer Jagdhütte (der Jäger kam uns mit einem Murmeltier entgegen). Wir machen nur eine kurze Pause, da am Horizont schon wieder Regen und Schneewolken ihr Unwesen treiben. Mit Blick auf die Hütte und die letzten 100hm vor Augen holt uns dann auch der Graupelschauer ein – nicht unbedingt notwendig!.

Simonyspitze - EssenRostocker Hütte
Simonyspitze – EssenRostocker Hütte

Nach einer kurzen Stärkung und Erleichterung des Gepäcks machen wir uns noch auf zum Rostocker Eck auf 2700m. Die Sonne scheint inzwischen auch wieder und ich beschließe die Kurzen Hosen vorerst anzulassen. Leider hatte uns dann recht schnell wieder der Schneeschauer im Visier. Daher hatte sich die Tour dann doch beschleunigt. Dennoch war es eine schöne Rundtour (Südseitiger Anstieg, Abstieg auf der Nord-Ostseite und Umrundung des Rostocker Ecks). Alles in Allem eine schöne Eingehtour für die Simonyspitze.

Tour zur Simonyspitze:

 

Ein Vorteil des kühlen Wetters: ein frühes aufstehen war nicht notwendig, daher sind wir gemütlich um 7.30 Uhr aufgebrochen. Da es doch einige kräftige Schneeschauer gegeben hatte lag einiges an Neuschnee, besonders ab ca. 3000m Meter hatten wir doch ca. 20 – 30 cm davon mit einem relativ instabilien Untergrund. Der Aufstieg bis ca. 3000m ist relativ einfach und auf gutem Weg zu erreichen. Danach wird der Anstieg steiler und aufgrund des Schnees etwas anspruchsvoller. Nach einem ersten (von 2) steileren Schneefeldern gibt es einen ca. 20 Meter hohen Felsaufschwung. Wir hatten das Glück uns an dem Seil der Vorsteigenden Gruppe mit anhängen zu dürfen (Danke an die Wörgl / Wildschönau Alpenvereinstruppe). Dadurch ging der Felsaufschwung schnell und unproblematisch. Ansonsten muss man ein wenig suchen, um die richtigen Linie zu finden (es empfiehlt sich eher in Aufstiegsrichtig links zu suchen). Rechts ist das Schneefeld recht steil.

Nach der Felsstufe kommt erneut ein Schneefeld und eine kurze Felspassage. Oberhalb erreichen wir dann den Simonygletscher auf ca. 3250m. Da es danach über den Gletscher geht, kann man sich durchaus anseilen. Bis zum Gipfel der Simonyspitze haben wir aber keine weiteren Schwierigkeiten und so kann man durchaus schon einen Panoramablick riskieren. Von Glocker, Venediger, Dreiherrenspitze und den Dolomiten mit den 3 Zinnen in der Entfernung haben wir ein traumhaftes Panorama, da die Simonyspitze doch recht alleine stehen und so den Fernblick nach Italien ermöglichen.

Zeitbedarf: ca. 3,5 – 4 Stunden Aufstieg (je nach Überwindung der Felsstufen)
AV-Karte: Venedigergruppe
Unterkunft: Essener-Rostocker-Hütte (Reservieren, da viele den Venediger-Höhenweg machen)

Fazit: relativ wenig begangene, sehr aussichtsreiche Tour mit einigem konditionellen Aufwand. Bei entsprechenden Bedingungen recht einfache Hochtour.

Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

Hochtour: Schwarzenstein, Zillertal – herrliches Panorama, wenig schwer

Es war mal wieder überfällig – mit einer acht Mann und Frau starken Truppe haben wir uns aufgemacht, zu der Hochtour am Schwarzenstein (Download GPS-Track am Textende). Wir haben uns eine eher leichte Tour ausgesucht – da wir in diesem Jahr noch keine Hochtour unternommen hatten und weil wir bei acht Leuten mit unterschiedlicher Erfahrung niemanden überfordern wollten.

Die gesammte Tour (mit Übernachtung auf der Berliner Hütte) umfasst ca. 2100hm. Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei Gasthaus Breitlahner. Von dort geht es durch ein wunderschönes Tal, den Zemmgrund. Super schön! Vom Tal benötigt man ungefähr 3 Stunden bis zur Berliner Hütte (knapp 2060m). Wer die urige Berliner Hütte (denkmalgeschützt!) nicht kennt, sollte bei Gelegenheit unbdeingt mal hin und sich das anschauen. Kulinarisch nicht schlecht, aber architektonisch absolut ein Highlight und sehenswert.

Wir sind dann bereits um 6 Uhr gestartet, nachdem uns die freundlichen Hüttenwirte das Frühstück schon etwas früher zubereitet hatten. Danke dafür! Von der Hütte geht der einfach zu erkennende Weg Richtung Osten an der linken Talhälfte entlag. Bald sieht man auf der rechten Seite das heutige Tagesziel: den Hochtourengipfel Schwarzenstein. Wie gesagt, derWeg ist einfach zu finden, eine Abzweigung durch einen Wegzeiger gut markiert. Wir haben uns gewundert, dass es doch verhältnismäßig ruhig war – lassen doch die Schilder auf einen vielbegangenen Weg schließen. Viele scheint die weite Strecke doch abzuschrecken.


Spannender wird die Tour bei ca. 2800m, als ein paar steilere Rinnen bis zum Gletscherfuß überwunden werden müssen. Herausforderung ist nur die morgenliche Vereisung der Wasserläufe. Ab Gletscherfuß auf 2900 legen wir die Steigeisen an. Da der Gletscher bereits blank ist, gehen wir ohne Seil die gleichmäßig steile Gletscherzunge bis auch ca. 3100m. Trotzdem gilt es auf Spalten zu achten und man sollte sich auf der linken Hälfte des Gletschers bewegen. Danach geht es durch Firn über eine relativ Ebene Gletscherfläche und eine Firnflanke bis kurz unterhalb des Gipfels (Anseilen wg. Spalten!). Die letzten 50m zum Gipfel sind einfache Blockkletterei im Ier Bereich. Der Gipfel selbst bietet eine tolle Aussicht über die Zillertaler Bergwelt und das Südtiroler Ahrntal und Sand in Taufers.

Der Abstieg ist gleich wie der Aufstieg – allerdings ohne erneute Übernachtung auf der Hütte. Kontitionel ist die Tour anspruchsvoll, ansonsten einfach.

Download GPX – Schwarzenstein_Hochtour

Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

Birnhorn (2634m) – Anspruchsvolle Bergtour in den Leoganger Steinbergen

Ausgangspunkt: Leogang (Ortsteil Ullach)
Endpunkt: Leogang (Ortsteil Ullach)
Höhendifferenz: ca. 1700 hm
Gehzeiten: ca. 5 Stunden im Aufstieg, 4 Stunden im Abstieg
(ca. 3 Stunden bis zur Passauer Hütte. Danach ca. 2 Stunden bis zum Birnhorngipfel)
Alternativrouten: Nord- und Südanstieg zum Gipfel (unbedingt Hüttenwirt vorher fragen, besonders im Frühsommer!)
Verpflegung: selbst mitnehmen (schöne Bank am Gipfel), Empfehlenswert ist der hausgemachte Kuchen auf der Passauer Hütte.

Ausrüstung: normale Ausrüstung für Bergtouren, eventl. Klettersteigset (aber nur in der Nordroute ist eine Sicherung möglich)

Anforderungen: gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich inm Anstieg zum Birnhorn. Südanstieg: Kletterstellen I, ungesichert; Nordanstieg: Kletterstellen I, gesichert;

Besonderheiten: Badesachen mitnehmen. –> Der Hüttenwirt hat einen kleinen Pool vor der Hütte in dem sich erfrischt werden kann.

Kartenmaterial: Kompass: Berchtesgadener Alpen, Chiemgau (7,50 Euro bei Amazon)

Beschreibung der Wandertour zum Birnhorn:

Die nördlich von Leogang liegenden Leoganger Steinberge gehören zu der Birnhorn (2634m) – Anspruchsvolle Bergtour in den Leoganger Steinbergen weiterlesen

Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

Skitour: Brennerbad (Liftstation Zirog) zur Flatschspitze, ca. 2570 m

Die Flatschspitze gehört gerade noch zu den westlichen Zillertaler Alpen und ist am Besten von der Ortschaft Brennerbad (kurz hinter dem Brenner von Innsbruck kommend) zu erreichen. Ausgangspunkt ist die ehemalige Liftstation der Zirogbahn. Von hier geht es über die bewirtschaftete Enzianhütte in ca. 3,5 Stunden zum Gipfel der Flatschspitze.

Schwierigkeit: einfache Skitour, lawinenkundliches Beurteilungsvermögen speziell im Gipfelbereich erforderlich

Aufstieg zur Enzianhütte: Vom Parkplatz am alten Zirog-Liftgebäude geht es erst mal steil entlang der ehemaligen Abfahrt durch Wald aufwärts bis zur Badalm. Jetzt hat man bereits einige Höhenmeter gewonnen und es geht etwas flacher, durch lichten Wald aufwärts. Von der Leitneralm gehen wi in einen weiten Rechtsbogen über den Rodelweg ziemlich flach zur bereits sichtbaren Enzianhütte (1.894m). Beschreibung von der Enzianhütte zur Flatschspitze: Von der Enzianhütte gehen wir direkt über den breiten Rücken Richtung Osten, vorbei an einer Sendeanlage, am Schluß aufsteilend auf den Vorgipfel. Hier ist ein wenig Vorsicht geboten, den es geht über einen schmalen meist verwächteten Grat, den Gipfel der Flatschspitze aber schon deutlich vor Augen.

Abfahrt: Am Sichersten ist die Abfahrt entlang des beschriebenen Aufstieges. Bei sicheren Schnee-Verhältnissen kann man auch direkt vom Gipfel (noch vor dem Grat) durch eine breite Senke Richtung Westen in den weitläufigen Talboden der Leitneralm abfahren.

Hinweis: Eine wunderschöne, beliebte Tour. Daher ist meist eine Spur vorhanden, welche die Orientierung erleichtert. Tolle Ausblicke in die Zillertaler Alpen, Dolomiten, Ötztaler und Stubaier Alpen. Einkehrmöglichkeit bei der Enzianhütte und bei vernünftiger Spurwahl kaum lawinengefährdet!

Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

Skitour Stuckkogel – Kitzbühler Alpen, 1880 m

In einer der beliebtesten Skitourenregion Österreichs, in den Kitzbüheler Alpen haben wir uns heute gemütlich aufgemacht und in gemütlicher Runde dem Stuckkogel zu Leibe zu rücken. Für eine Frühwinterliche Eingehtour, für Skitoureneinsteiger oder einfach nur eine gemütliche Tour ist das genau das Richtige. In etwas mehr als 2,5 Stunden ist man am Gipfel angelangt – weniger Geübte können, nach einem Blick auf das herrliche Panorama, auf der präparierten Piste ins Tal wedeln.

Daten & Fakten:

Gipfel: Stuckkogel, 1880 m
Anstieg: 990 Hm, 2,5 Std., leicht (I)

Ausgangpunkt: Kitzbühel – Talstation des ehemaligen Bichlalmlifts

Meinungen im Netz: Der ideale Übergang vom Pistenskifahren zum Skitourengehen und auch der beste Softeinstieg in die Kitzbüheler Skitourenwelt ist der Stuckkogel (1888 m) direkt bei Kitzbühel. Die Tour führt entlang der ehemaligen Piste des Skigebietes Bichlalm und ist ein Sonderfall. So mancher Skitourengeher wird schon verwundert aufgeblickt haben, als ihm plötzlich eine Pistenraupe entgegengekommen ist – ohne Pistenrummel und funktionierenden Lift! Durch eine Vereinbarung mit den ehemaligen Eigentümern des Skigebietes wird dieses fallweise noch präpariert und bietet dann hervorragende Bedingungen. Wer seine erste Tour erfolgreich absolviert hat, kann – vorausgesetzt das nötige Kleingeld ist vorhanden – beim bekannten Promitreff „Rosis Sonnbergstuben“ abschwingen, die Tour führt unmittelbar daran vorbei.

Anmerkung: wir haben das Ziel auch Pelztiertrail genannt. Kommt jemand drauf, warum?

Teile das mit anderen Alpin-Freunden:

leichte Skitour in der Kelchsau – Neue Bamberger Hütte

Skitour Neue Bamberger Hütte

Gehzeit: je nach Aufstieg ca 2 Stunden von dem Gasthof Wegscheid
Höhe der Tour: ca. 650 hm
Exposition: N bis NO

Hinweis: ausgehend von der Bamberger Hütte bietet sich ein großartiges Tourenpotential:

Schafsiedel (2447 m), 2 ¼ Stunden
Kröndlhorn (2444 m), 2 ½ Stunden
Salzachgeier (2466 m), 3 Stunden
Dristkopf (2361 m), 2 Stunden

Eine Karte gibt es hier kostenlos zu bestellen:

Schwierigkeit: leicht
Ausgangshöhe: 1150 m
Endhöhe: 1756 m
Beste Tourenzeit: Ganzer Winter
Region: Kitzbüheler Alpen (Kelchsau, kurzer Grund, Zufahrt bis Gasthof Wegscheid möglich (manchmal Kettenpflicht)

Anreise/Zufahrt:

Über die Inntalautobahn Ausfahrt Wörgl Ost, dann in Richtung Kitzbühel bis man nach Bruckhäusl nach rechts ins Brixental bzw. Hopfgarten abzweigt. In Hopfgarten nach der Eisenbahnunterführung rechts in die Kelchsau abbiegen und weiter bis zur Kreuzung Langer und Kurzer Grund. Über die Mautstraße (4,- Euro in 2010, manchmal Schneekettenpflicht)  in den Kurzen Grund bis zum Ende der Fahrmöglichkeit beim Gasthaus Wegscheid. (Parkplatz kostenlos)
Größere Kartenansicht

Ausgangspunkt:

Parkplatz im kurzen Grund, beim Gasthof Wegscheid (ca. 1.150m). Von der Informationstafel geht es rechts über eine Brücke. Erst einige Meter von einem Feldweg in einen Wanderweg abbiegen (Richtung Neue Bamberger Hütte). Dann einem schmalen, aber sehr schönen Weg entlang des Bachlaufes bergauf folgen.Nach einiger Zeit wird der Fahrweg wieder erreicht. Hier überqueren wir den Bach und biegen auf der linken Bachseite ab und gehen weiter Bergauf. (bitte etwaige Lawinengefahr beachten).

weiter Touren rund um die Neue Bamberger Hütte

  • Schafsiedel
  • Aleitenspitze
  • Schwebenkopf
  • Salzachgeier
  • Tristkopf
  • Kröndlhorn
  • Fünfmandling
  • Nandernachjoch
  • Markkirchl

Kartenmaterial

AV-Karte Nr.34/1 Kitzbühler Alpen West

Stützpunkte unterwegs:

Neue Bamberger Hütte, 1.756m (Im Winter bewirtschaftet von Weihnachten bis Ostern, im Sommer von Pfingsten bis Mitte Oktober)

Bilder

Video:

Teile das mit anderen Alpin-Freunden: