Schlagwort-Archiv: Klettersteig

Hochtour – Wilder Freiger (Stubaital, Österreich)

Das letzte Wochenende haben wir spontan genutzt, um vielleicht zur letzten Hochtour in diesem Jahr zu starten. So sind wir also zu sechst Samstag in der früh Richtung Stubaital aufgebrochen. Unser Ziel ist, nach einem gemütlichen Hüttenzustieg und dem kurzen Klettersteig “Wilde Wasser” an der Sulzenauhütte, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Sonntag haben wir dann eine lange Tour geplant und zwar startend an der Sulzenauhütte über den Lübecker Weg zum Wilden Freiger. Danach über den “Normalweg” am Gamsspitzl vorbei zurück zur Sulzenauhütte und danach noch der Abstieg ins Tal. Alles in allem eine kalkulierte Tourenzeit von ca. 12 Stunden (inkl. Pausen). Also volles Programm.

hinten: Wilder Freiger
hinten: Wilder Freiger

Der Aufstieg zur Sulzenauhütte ist in 2 Stunden zu meisten, führt durch ein wunderschönes Hochtal an der Sulzenaualm vorbei, ist aber ansonsten eher unspektakulär. Daher will ich nur die folgende Tour zum Wilden Freiger beschreiben. Doch eines habe ich jetzt vergessen, den Klettersteig “Wilde Wasser” direkt an der Sulzenauhütte. Dieser durchaus in 20 Minuten machbare Steig, bietet eine gemütliche Möglichkeit, sich auf die Tour vorzubereiten und einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen. Anschließend haben wir noch ein wenig in dem Klettergarten der Sulzenauhütte trainiert, wie man mit Bergschuhen auch in anspruchsvollerem Gelände klettert. Doch jetzt zu Tour!

Tourenbeschreibung:

Wir starten vor Sonnenaufgang von der Sulzenauhütte über den Gletscherbach des Sulzenauferners nach Südwesten Richtung dem (sobald es hell ist) deutlich erkennbaren Moränenrücken. Vorbei an der blauen Lacke (Gletschersee) mit seinen zahlreichen Steinmänchen geht es nun steiler hinauf, außen um den Aussichtspunkt Hundsheim herum Richtung Gletscherzunge der Fernerstube. Die Fernerstube ist der Gletscher, der vom Aperen Freiger, dem Wilden Pfaff und dem Wilden Freiger eingeschlossen ist. Doch ziemlich erschreckend ist der Rückgang des Gletschers. Trotz einer ziemlich aktuellen Karte des Gebietes, befindet sich der Einstieg aufs Gletschereis erst deutlich hinter derm eingezeichneten Punkt. Jahreszeitlich bedingt beschließen wir, den Gletscher sogar noch ein wenig weiter zu umgehen und erst nach der Spaltenzone auf das Eis zu wechseln (auf ca. 2800m).

Anschließend gehen wir ca. 20 Minuten auf einfachem Gletschergelände Richtung Einstieg des Gipfelsteiges, der uns ca. 1,5 Stunden eine teils luftig, aber sehr interessante Gradkletterei beschert. Der Weg ist fast durchgehen sehr gut markiert. Einzig an der Gletscherzunge sind durch Steinschlag die Markierungen auf ca. 500 m nicht immer gut zu sehen. Der Steig zum Gipfel erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Technisch sind Kletterstellen im Grad I + II zu meistern. Bei guten Bedingungen unschwierig, aber man befindet sich eben über 3000m, daher sollte man immer mit starken Winden, Schnee oder Eisresten rechnen, die diese Stellen gleich schwerer werden lassen. Nach 1,5 Stunden erreichen wir den Gipfel und sind beeindruckt von dem herrlichen Panorama. Allerdings zieht ein starker Föhnwind auf, der einige bedrohliche Wolken von Süden her zu uns herüberdrückt. Einige Momente sieht es nach einem Wetterumschwung aus und wir beschließen, den Weg ins Tal in Angriff zu nehmen. Gute 2200 hm liegen vor uns. Und zumindest ca. 800 hm sind in nicht ganz einfachem Blockgelände mit kurzem Gletscherabschnitt zu meistern. Danach geht es auf einem ganz guten Weg Richtung Gamsspitzl, bevor der Weg Richtung Sulzenauhütte abzweigt und der Abstieg in einer steilen Rinne erfolgt.

die letzten Meter zum Wilden Freiger
die letzten Meter zum Wilden Freiger

Normalerweise liegt hier Schnee und man kann bequem in der Rinne nach unten “fahren”. Wir mussten allerdings mühsam über das brüchige Blockgelände absteigen, da von dem Schneefeld nur noch Reste vorhanden waren. Auf dem Weg zur Sulzenauhütte kommt nochmal der Wilde Freiger ins Blickfeld und bietet den vermutlich eindrucksvollsten Blick auf den Gipfel. Schon ziemlich Müde erreichen wir die Sulzenauhütte und stärken uns nochmal mit einem Kaffe und Kuchen, bevor es dann zurück zum Auto auf 1600m geht. Zusammengefasst eine tolle Tour mit allen Schwierigkeiten, Gletscherberührungen und konditionellen Anforderungen.

Ausrüstung: komplette Gletscherausrüstung, eventl. Klettersteigset. Verpflegung.
Gehzeit:
Parkplatz – Sulzenauhütte: 2 Stunden; Sulzenauhütte – Wilder Freiger über Lübecker Weg: 5-6 Stunden; Abstieg: Wilder Freiger – Gamsspitzl – Sulzenauhütte – Parkplatz: 6 Stunden.

Höhendifferenz: ca. 1900 Höhenmeter
Beste Jahreszeit: Juli bis Ende September
Stützpunkt: Sulzenauhütte (2191 m), geöffnet Anfang Juni bis Anfang Oktober, 40 Betten, 100 Lager, Tel: 0043-5226-2432.
Karte: DAV-Karte Nr. 31/1 (Stubaier Alpen/Hochstubai); 1:25.000
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Klettersteig SILVAPARK zur Ballunspitze (2671m) in Galtür (Paznaun)

Ballunspitze Galtür
Ballunspitze Galtür

Als Klettersteigbegeisterter Bergsteiger sollte man unbedingt einen Abstecher auf die Ballunspitze in Galtür einplanen, wenn man im Paznaun Urlaub macht. Auch vom Montafon kann man über die Bühlerhöhe schnell vom Montafon in Galtür sein (allerdings Maut beachten). Der Ausgangspunkt des Klettersteiges befindet sich unweit der Bergstation der Birkhahnbahn (Galtür). Wir sind allerdings von Galtür mit dem Auto Richtung Kopsee / Zeinisjoch gefahren. Auf halber Strecke zum Kopsee, geht links ein geschotterter Fahrweg Richtung Faulbrunnalpe ab. Hier parken wir und steigen die 200 hm zur Bergstation auf. Ab hier ist der Klettersteig gut ausgeschildert und einfach zu finden. Wegen Steinschlaggefahr war der normale Zustieg allerdings gesperrt, weshalb wir ein wenig “umgeleitet” wurden, aber dennoch wohlbehalten den Fuß des Steiges erreicht haben.Klettersteig Silvapark - Galtür

Der Einstieg selbst befindet sich auf knapp 2300 m und beginnt gleich mit einer steilen Rampe. So ist auch das aufwärmen kein Problem, auch wenn der Einstieg meist im Schatten liegt. Neben dem Einstieg finde ich 2-3 Überhängende Stellen als besonders herausfordernd. Besonders eine Stelle ist durch die Seilführung etwas abenteuerlich zu klettern. Jederzeit bietet sich ein toller Tiefblick, durch die teilweise recht ausgesetzte Steigführung. In der Mitte des Klettersteiges findet sich ein guter Platz (kleines Plateau) für eine kurze Verschnaufpause, bevor es in den zweiten Teil des Steiges weitergeht. Danach wird es an einer steilen Wand dann auch gleich wieder fordernder, bevor es eher unschwierig (Ausnahme: Überhänge, siehe Topo) weiter zum Gipfel der Ballunspitze geht. Kurz vor dem Gipfel ist nochmal volle Konzentration gefordert, um die steile Schlusswand sicher zu meistern. Am Gipfel werdet ihr von dem Panorama begeistert sein. Da die Ballunspitze relativ frei zwischen den umliegenden Berggipfeln liegt, bietet sich ein traumhafter Blick auf die Gletscherbedeckte Silvrettagruppe mit dem Piz Buin, der Dreiländerspitze und dem hohen Rad, sowie dem Paznauntal im Norden. Kopsee und Silvrettastausee (Bielerhöhe) sind ebenfalls gut zu erkennen.

Rampe am Einstieg, Klettersteig
Rampe am Einstieg, Klettersteig

Der Abstieg geht vom Gipfel in nordwestlicher Richtung, nach einer kurzen Klettersteigpassage auf einem teilweise mit Handgriffen Steig bergab. So erreicht man nach ca. 1,5 Stunden die Bergstation des Skiliftes. Insgesamt sollte man für diese Tour 4-5 Stunden Zeit einrechnen. In der Bröschüre der Bergbahnen Galtür wird eine Aufstiegszeit von ca. 2 Stunden genannt. (+ 30 Minuten Zustieg).

Bemerkung der Bergbahnen:Bei Nässe ist der Klettersteig und der Abstieg sehr heikel!

Topo:

Topo: Klettersteig Silvapark
Topo: Klettersteig Silvapark

Schwierigkeit: B / C (wenige D Stellen)

Bergführer: Bergführerbüro Galtür: + 43 / 5443 / 8565

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Tourenideen für Pfingsten / Junitage

so langsam steht der Wetterbericht für die ersten Junitage. Bis Mittwochabend (1. Juni 2011) wird es in Höhen ab 1600m (Nordalpen) und ca. 2000 m (Alpenhauptkamm / Südalpen nochmal richtig winterlich. Im Aostatal kann es bis zu einem Meter Neuschnee geben. Ab Donnerstag dann, sagt der Wetterbericht wieder Sonne und warm vorher. Perfektes Bergwetter also! Also her mit den Ideen, oder?

Daher hier einige Ideen:

Ellmauer Halt (ca. 2300 m) – Schwer, Klettersteig, ca. 7 Stunden
Flatschspitze, Brenner (auch als Wanderung toll). Mittelschwierig.
–  Hochvogel, Lechtaler Alpen (Vorsicht und aktuelle Schneelage prüfen), ca. 7 Stunden, 1200 hm.
Genußwanderungen und Familientaugliche Wanderungen wie der Geigelstein, die Kampenwand oder Ellis Zauberwelt (Ellmau, Wilder Kaiser)
Klettersteig im Rofan mit allen Schwierigkeitsgraden.
Schöttelkarspitze im Wettersteingebirge.
Birnhorn, Leoganger Steinberge. Nächtigung auf der Passauer Hütte. (super nette Hütte!)
– Dolomiten: Pragser Wildsee und Herrstein. Unbedingt ein Besuch Wert.

und viele weitere Touren, Klettersteige und Familienwanderungen findet ihr in den Rubriken oder über die Suche. Viel Spaß beim stöbern!

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Klettersteig zum Ellmauer Halt (Wilder Kaiser, 2344m)

Es ist Ende April 2011. Von Kufstein aus, sieht der Kaiser in diesem Frühjahr schon relativ schneefrei aus, dennoch sind wir uns noch gar nicht sicher, ob die Tour zu dieser frühen Jahreszeit machbar ist. Ohne Hilfe von Steig­ei­sen wol­len wir auf den Ell­mauer Halt (2344m) im Wil­den Kai­ser. Da der Gam­sän­ger­steig, einen mit­tel­schwe­rer Klet­ter­steig meist südseitig ausgerichtet ist wol­len wir von der Wochen­brun­ner Alm bei Ell­mau in Tirol zum Ell­mauer Halt starten und hoffen, dass der Steig auf der Südseite schon weitgehend schneefrei ist.

Gruttenhütte zum Ellmauer Tor - Jubiläumssteig
Gruttenhütte zum Ellmauer Tor - Jubiläumssteig

Mal schauen was ohne Steig­ei­sen geht. Den Klet­ter­steig­helm (warum der Helm nütz­lich ist, dazu spä­ter) ein­ge­packt, star­ten wir um sie­ben Uhr in der Früh vom Park­platz der Wochen­brun­ner Alm Rich­tung Grut­ten­hütte, die aller­dings erst an Pfings­ten die Tore öffnet. Somit also keine Ein­kehr­mög­lich­keit unter­wegs. Rund um die Grut­ten­hütte tref­fen wir zahl­rei­chen Gem­sen, wel­che die frühe Stunde noch nut­zen um in Ruhe die schö­nen Berg­wie­sen an der Grut­ten­hütte zum fres­sen zu nut­zen. Komi­scher­weise las­sen die sich auch nicht wirk­lich durch uns stören.

Wir las­sen die Grut­ten­hütte hin­ter uns und stei­gen auf dem gut beschil­der­ten Weg wei­ter. In dem wei­ten Kar unter­halb des Hoch­gru­bach (ver­mut­lich Hoch­gru­bach­kar würde ich sagen) erwar­tet uns eine oft­mals noch 1 Meter starke, geschlos­sene Schnee­de­cke und ein tol­ler Blick zum Tagesziel, dem Ellmauer Halt. Zu die­ser Stunde ist der Schnee zwar auf der Ebene gut zu gehen weil gefroren, aber der Anstieg zum Einstieg in den Gam­sän­ger­stei­ges ist etwas müh­sam und rut­schig. Jetzt wird es auch span­nend um die mit­ge­brach­ten Klet­ter­steig­helme. Da immer wie­der Steine aus der Wand her­un­ter­se­geln, bie­tet ein Klet­ter­steig­helm zumin­dest einen psy­cho­lo­gi­schen Schutz. Wenn der Steig im Som­mer viel began­gen ist, sollte man auf kei­nen Fall auf Klet­ter­steig­helm und eventl. Klet­ter­steigset ver­zich­ten, da die Weg­füh­rung doch immer wie­der Stein­schlag­ge­fahr von vor­aus­ge­hen­den erwar­ten lässt.

Ellmauer Halt von der Gruttenhütte
Ellmauer Halt von der Gruttenhütte

Jetzt aber wie­der zu den Bedin­gun­gen im April 2011. Da die Tour haupt­säch­lich süd/westlich aus­ge­rich­tet ist, erwar­ten uns (wie gehofft) nur noch einige wenige Schnee­fel­der. Die Schnee­fel­der tauen zudem in der Sonne gut an und sind daher ganz gut zu gehen. Solange die Fel­der aber gefro­ren sind, kommt man fast nicht durch, da kaum Spu­ren vor­han­den sind. Somit sind die steilen Schneefelder wirklich heikel und man muss gut achtgeben. Der Steig selbst ist für geübte Berg­ge­her anspruchs­voll, aber nicht schwie­rig. Leichte Klet­ter­pas­sa­gen sind immer wie­der zu über­win­den und machen den Steig inter­es­sant. Fast durch­gän­gige Draht­seil­si­che­run­gen erlau­ben auch eine Bege­hung mit einem Klet­ter­steigset.

Wie bereits erwähnt, würde ich auf­grund der Weg­füh­rung und des stei­len, pörö­sen Gesteins unbe­dingt einen Klet­ter­steig­helm emp­feh­len und zur Siche­rung viel­leicht auch ein Klet­ter­steigset mitnehmen.

Eine Schlüs­sel­stelle ist die sog. Ach­sel­rinne. Diese recht luf­tige Klet­ter­pas­sage muss über­wun­den wer­den, da die Umge­hung durch einen stei­len Kamin noch mit Schnee bedeckt ist. Nor­ma­ler­weise hilft hier eine Lei­ter beim Auf­stieg, die aber noch unter Schnee ver­steckt ist. Die Schlüs­sel­stelle bie­tet auf­grund der Aus­ge­setzt­heit etwas Ner­ven­kit­zel, ist aber auf­grund der guten Siche­run­gen kein Pro­blem. Jeden­falls bin ich froh über meine La Spor­tiva Trango EVO GTX, die ein­fach einen guten Halt auf dem Fels bie­ten. Etwas schwie­ri­ger gestal­tet sich das Schnee­feld unter­halb der Baben­stu­ber­hütte (Not­quar­tier, nicht Gewit­ter­taug­lich). Da es noch ziem­lich eisig und daher rut­schig ist, ist große Vor­sicht ange­bracht. Da es unten am Schnee­feld auch nicht so viel Spiel­raum bis stei­len Wand gibt, sollte man eher nicht abrut­schen. Aber das war aber auch schon das letzte Hin­ter­niß und wir ste­hen nach 3 Stun­den am Gip­fel des Ell­mauer Halt. Aber etwas fehlt!

Panorama Ellmauer Halt im April 2011
Panorama Ellmauer Halt im Aprill 2011 (nach Osten/Süden)

Das Gip­fel­kreuz hält sei­nen Win­ter­schlaf und liegt zwi­schen Fel­sen ver­keilt sicher in einem wind­ge­schütz­ten Eck. Die geniale Aus­sicht ent­schä­digt aber für das “umge­legte” Gip­fel­kreuz, das schein­bar über den Win­ter zwi­schen den Fel­sen abge­legt wird. Das Pana­orama zeigt natür­lich das kom­plette Kai­ser­ge­birge, im Süden die Hohen Tau­ern, die Zil­ler­ta­ler Alpen, der Rofan und im Nor­den das bay­ri­sche Inn­tal um Rosenheim.

Fak­ten zur Tour:
Start: Wochen­brun­ner Alm (im Som­mer Park­ge­bühr), Ellmau (ca. 15 km von Kufstein entfernt).
Ende: Wochen­brun­ner Alm, Ellmau (ca. 15 km von Kufstein entfernt).
Höhen­me­ter: ca. 1300 hm
Dauer: ca. 6 Stunden

Aus­rüs­tung:
Stein­schlag­helm emp­feh­lens­wert, Klet­ter­steigset (zur Sicher­heit, für Unge­übte) — Klet­ter­steigschuhe wie der La Spor­tiva Trango Evo Gtx sind immer hilfreich.
Anfor­de­run­gen:
leich­ter aber rela­tiv lan­ger Klet­ter­steig, Schwin­del­frei­heit und Tritt­si­cher­heit unbe­dingt erfor­der­lich
Hin­weis: im Som­mer sehr stark fre­quen­tierte Tour
Alter­na­ti­ven: vom Kai­ser­tal über den Kai­ser­schüt­zen­steig (anspruchs­vol­le­rer Vari­ante). Aus­gangs­punkt dann Hans-Berger-Haus oder Stripsenjoch.

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Fünf Gipfel-Klettersteig im Rofan am Achensee (Tirol)

5 Gipfel_Klettersteig am Achensee im Rofan
5 Gipfel-Klettersteig am Achensee im Rofan

Toureninfo:
Startpunkt: Maurach am Achensee (928 m)
Endpunkt: Maurach am Achensee (928 m)
Dauer: ca. 4-5 Stunden (Passagen können auch einzeln gemacht werden bzw. umgangen werden).
Startpunkt Klettersteig: der Einstieg zum Rofan Klettersteig befindet sich ca. eine Stunde von der Bergstation der Rofan-Seilbahn entfernt.

Schwierigkeit: Fünf Klettersteig-Passagen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (A – D)

Panorama: herrliche Blicke Richtung Karwendel

Einkehrmöglichkeiten: Bergstation Rofanseilbahn (Erfurter Hütte, Maurizalm)
Anforderungen:
Der Aufstieg zum Fünf Gipfel-Klettersteig im Rofan kann mit der Rofanseilbahn erleichtert werden (ca. 17 Euro Berg- und Talfahrt, Ermäßigung für AV, ÖAV- Mitglieder). Wer zu Fuß zum Klettersteig im Rofan aufsteigen will, geht in ca. 1,5 Stunden bis zur Bergstation der Rofanseilbahn und der Erfurter Hütte auf ca. 1800m. Von hier geht es zu dem leichten Einstieg des Klettersteiges in ca. einer Stunde zur Haidachstellwand. Diese Passage ist auch für Kinder geeignet.Die vermutlich Beste Beschreibung des Steiges findet sich auf der Achensee.info Seite.

Der zweite Abschnitt zum Roßkopf ist einer der schwersten Stücke des Klettersteiges. Und BITTE: sobald man in die Nähe der Wand kommt einen Helm aufziehen und sich nicht zu lange am Einstieg aufhalten. Der Steig geht in direkter Linie über dem Einstieg nach oben und durch die Wandbeschaffenheit und Wegführung kommen immer wieder (teils größere) Steine nach unten gesegelt.
Nach meiner persönlichen Meinung ist die Routenführung in dieser Wand durch das viele lose Gestein etwas zweifelhaft. Aber hoffen wir mal, das nach 1-2 Jahren das lsoe Gestein weg ist und der Steig gefahrlos gegangen werden kann.

Der dritte Abschnitt führt über einen luftigen, eher waagerechten Einstieg zur Seekarlspitze. Die Schwierigkeit ist hier eher gering. Einzid der Einstieg kostet etwas Überwindung und wegen fehlender Fußtritt muss man hier am Fels auf Haftung gehen.

Danach kommt ein vierter Abschnitt, der nicht wirklich das Prädikat Klettersteig bekommen sollte, sondern eine relativ einfache Passage auf dem Weg zum letzten Klettersteig. Auf diesem letzten Steig wird der Hichiss, mit fast 2300 m der Höchste Gipfel im Rofan bestiegen. Der Hochiss, hier sind nochmal schwierige Passagen zu meistern.

Die Schwierigkeit der Steige ist von A – D klassifiziert. Entsprechende Ausrüstung schon wegen der Steinschlaggefahr unbedingt erforderlich.

Karten
Alpenvereinskarte Rofan
Kompass Rofangebirge / Karwendel

Auskunft
Tourismusverband Achensee www.achensee.info

Tourkarte & Beschreibung vom Achensee Tourismus
PDF-Download hier

GPS-Track:


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Bergtour mit Klettersteig zur Erlspitze (2404m), Karwendel

Toureninfo:
Startpunkt: ehem. Bahnhof Gießenbach bei Scharnitz (ca. 940 m)
Endpunkt: ehem. Bahnhof Gießenbach bei Scharnitz (ca. 940 m)
Region: Karwendel, Österreich

Wandertour: ca. 8 Stunden, (Aufstieg: 1,5 Stunden Eppzirler Alm, 1,5 Stunden Eppzirler Scharte 2105m, 1,5 Stunden über Zirler Klettersteig zur Erlspitze 2404m)

Anfahrt ist auch mit dem Mountainbike möglich. Weitere Bike und Hike Touren gibt es im Karwendel zahlreich.


Einkehrmöglichkeiten:
Eppzirler Alm, bei Abstieg über Solsteinhaus dort.
Anforderungen:
bis zur Eppzirler Alm, sehr angenehmer Feldweg (auch Kinderwagentauglich), danach steiler Anstieg über ein Geröllfeld bis zur Eppzirler Scharte ohne Schwierigkeiten. Ab der Eppzirler Scharte geht der Weg weiter über den als schwierig gekennzeichneten Klettersteig. Bergtour mit Klettersteig zur Erlspitze (2404m), Karwendel weiterlesen

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