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Skitouren in Swanetien / Georgien 2017

ein großartiges Erlebnis in Georgien und eine Reise durch verschiedene Teile in Swanetien. Abenteuerlust, Bereitschaft zum Verzicht auf Luxus und westlichen Komfort sind Voraussetzung. Dazu eine sichere Skitechnik in allen Geländearten schaffen die Voraussetzung für einen runden Genuss. Einige Eindrücke von der Skitourenreise in den großen Kaukasus nach Swanetien / Georgien findet ihr anbei. More to come.

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digitale Tourenplaner – Verlasst euch bloß nicht darauf!

Vermutlich werden viele von euch einen digitalen Tourenplaner (bspw. des DAV`s, basierend auf Outdooractive Leistungen) kennen und vielleicht auch hin- und wieder nutzen. Ich finde es eine tolle Sache, um schnell eine digitale Übersicht über die nächste Tour zu bekommen oder sich auch den GPX Track herunterzuladen.Im Winter und Somer ist das ein tolles Hilfsmittel für jegliche Aktivität.

Gerade im Winter habe ich gerne ein modernes GPS als Backup dabei, welches mir bei plötzlichem Wetterwechsel schon sehr hilfreich Dienste geleistet hat. Dennoch sollte man nicht blind auf die Tools vertrauen! Gerade am Beispiel Skitouren sieht man immer wieder, dass ein digitaler Routenplaner eben nicht immer die Beste Route aussucht.

Zu einer guten Routenplanung gehören verschiedene Elemente. Gerade bei Skitouren ist neben dem Wetter, den aktuellen Bedingungen und der Lawinensituation einiges zu bedenken und kann definitiv zu einer Abweichenden Routenwahl führen. Kennt ihr das Gebiet nicht, lohnt es sich immer auf Karten oder in Tourenführen die empfohlenen Routen gegenzuprüfen und auf die aktuellen Bedingungen anzupassen. Dann steht dem Powdervergnügen auch nichts im Weg. Auf einen schönen Winterbeginn!

Routenplaner failed - nicht gerade die Beste Route zum Kleinen Beil
Routenplaner failed – nicht gerade die Beste Route zum Kleinen Beil
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Skitour: großer Beil (2309m) in der Wildschönau

Tour: Der Zustieg ist sicher etwas mühsam, gerade bei nicht ganz optimalen Schneeverhältnissen im unteren Teil. Das Hochtal rund um die Gressensteinalm entschädigt aber auf jeden Fall. Hier bieten sich traumhafte Skihänge in allen Expositionen. So bietet sich bei ungünstiger Lawinensituation meist eine sichere Aufstiegslinie. Eine gute Tourenplanung und Prüfung des Lawinenlageberichtes ist Voraussetzung. Der Abstieg (und ggf. Auftsieg ist auch über die Fahrstraße bis zu Gressensteinalm möglich), allerdings kann mann beim Abfahren fast die Felle anlegen, da der Fahrweg ewig flach auf annährend gleicher Höhe verläuft. Alternative: bei der Gressensteinalm anfellen und Richtung Breiteggspitze aufsteigen und dann wieder zur Schönangeralm abfahren.

Update 2014: bei sehr guten und sicheren Verhältnissen und nur für gute Skifahrer empfehlenswert ist der Einstieg in die Nordrinne ca. 150 m unter dem Gipfel. Es geht dort über einen kurzen Absatz nach Norden auf ein Plateau. Von dort ist der Einstieg aber nur über eine <40 Grad Steile Rinne möglich (nicht leicht zu finden, bei Ortsunkenntnis, aber bei vorhandenen Spuren einfach).

Powderhänge Nordabfahrt
Powderhänge Nordabfahrt
Einstieg Nordrinne Großer Beil
Einstieg Nordrinne Großer Beil
Ausgangspunkt: Parkplatz beim Gasthaus Schönangeralm (ca. 1150m)
Route: Vom Parkplatz der Schönangeralm geht ca. eine halbe Stunde flach hinein ins Tal bis unter hinter die Kundlalm. Nun kommt ein manchmal etwas unangenehmer Teil. Entlang des sogenannten Kastensteiges geht es zum Teil recht steil, über Stock und Stein, durch den Wald. (Hohe Schneelage günstig.) Oberhalb des Wasserfalls wendet man sich nach nach rechts, Richtung West, zur die Gressensteinalm (ca. 1800m) zu. Nun quert man in westlicher Grundrichtung hinüber in die große Mulde südlich unter dem Großen Beil. Durch das sehr schöne Muldengelände in mittlerer Steilheit zum Gipfel. Die letzten 100 Meter sind steil
Abfahrt: Im oberen Bereich entlang der Aufstiegsspur; aber auch rechts davon (im Abfahrtssinn) ergeben sich schöne Abfahrtsmöglichkeiten. Dann entweder über den Forstweg hinunter zur Schönangeralm. Wer eine steilere Abfahrt mag, kann entlang der Aufstiegspur durch den lichten Wald abfahren (Skifahrerisch anspruchsvoller und nur bei guter Schneelage empfehlenswert)
Alternative: Da die Abfahrt über den Forstweg im unteren Bereich nicht besonders genußversprechend ist, lohnt es sich folgende Variante: Man steigt über das Siedeljoch (1689m) und den schönen, darauffolgenden Kamm zum Hengstkogel (1803m) auf. Weiter entlang des Kammes hinüber zur Breiteggspitze (1868m), oder sogar noch weiter bis zur Wildkarspitze (1961m). Zusätzlich 1 bis 2 Sunden. Nun folgt eine steile Abfahrt über Almwiesen und Waldschneisen hinunter zur Schönangeralm. (Lawinengefahr in den steilen Passagen beachten!)
Charakter / Schwierigkeit: Der Anstieg entlang des sog. Kastensteiges ist häufig ein wenig unangenehm, da er doch sehr steil, über Stock und Stein, durch den Wald führt. Im oberen Bereich herrliche, mittelsteile Mulden und ein steiler Gipfelhang. Die hier beschriebene Variante bietet eine schöne Kammwanderung und gute, ziemlich steile Abfahrtsmöglichkeiten.
Exposition: Süd, Ost. Variante: Westabfahrt
Aufstiegszeit: ca. 3,5 Stunden
Schnee & Wetter: Aktuelle Bedingungen
Tourdaten: 1100 Meter
Beste Jahreszeit: Januar bis März
Stützpunkt: Schönangeralm
AV-Karte: Kitzbüheler Alpen, Westliches Blatt, Nr.: 34/1, 1:50.000.
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Skitour: Brennerbad (Liftstation Zirog) zur Flatschspitze, ca. 2570 m

Die Flatschspitze gehört gerade noch zu den westlichen Zillertaler Alpen und ist am Besten von der Ortschaft Brennerbad (kurz hinter dem Brenner von Innsbruck kommend) zu erreichen. Ausgangspunkt ist die ehemalige Liftstation der Zirogbahn. Von hier geht es über die bewirtschaftete Enzianhütte in ca. 3,5 Stunden zum Gipfel der Flatschspitze.

Schwierigkeit: einfache Skitour, lawinenkundliches Beurteilungsvermögen speziell im Gipfelbereich erforderlich

Aufstieg zur Enzianhütte: Vom Parkplatz am alten Zirog-Liftgebäude geht es erst mal steil entlang der ehemaligen Abfahrt durch Wald aufwärts bis zur Badalm. Jetzt hat man bereits einige Höhenmeter gewonnen und es geht etwas flacher, durch lichten Wald aufwärts. Von der Leitneralm gehen wi in einen weiten Rechtsbogen über den Rodelweg ziemlich flach zur bereits sichtbaren Enzianhütte (1.894m). Beschreibung von der Enzianhütte zur Flatschspitze: Von der Enzianhütte gehen wir direkt über den breiten Rücken Richtung Osten, vorbei an einer Sendeanlage, am Schluß aufsteilend auf den Vorgipfel. Hier ist ein wenig Vorsicht geboten, den es geht über einen schmalen meist verwächteten Grat, den Gipfel der Flatschspitze aber schon deutlich vor Augen.

Abfahrt: Am Sichersten ist die Abfahrt entlang des beschriebenen Aufstieges. Bei sicheren Schnee-Verhältnissen kann man auch direkt vom Gipfel (noch vor dem Grat) durch eine breite Senke Richtung Westen in den weitläufigen Talboden der Leitneralm abfahren.

Hinweis: Eine wunderschöne, beliebte Tour. Daher ist meist eine Spur vorhanden, welche die Orientierung erleichtert. Tolle Ausblicke in die Zillertaler Alpen, Dolomiten, Ötztaler und Stubaier Alpen. Einkehrmöglichkeit bei der Enzianhütte und bei vernünftiger Spurwahl kaum lawinengefährdet!

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Skitour Stuckkogel – Kitzbühler Alpen, 1880 m

In einer der beliebtesten Skitourenregion Österreichs, in den Kitzbüheler Alpen haben wir uns heute gemütlich aufgemacht und in gemütlicher Runde dem Stuckkogel zu Leibe zu rücken. Für eine Frühwinterliche Eingehtour, für Skitoureneinsteiger oder einfach nur eine gemütliche Tour ist das genau das Richtige. In etwas mehr als 2,5 Stunden ist man am Gipfel angelangt – weniger Geübte können, nach einem Blick auf das herrliche Panorama, auf der präparierten Piste ins Tal wedeln.

Daten & Fakten:

Gipfel: Stuckkogel, 1880 m
Anstieg: 990 Hm, 2,5 Std., leicht (I)

Ausgangpunkt: Kitzbühel – Talstation des ehemaligen Bichlalmlifts

Meinungen im Netz: Der ideale Übergang vom Pistenskifahren zum Skitourengehen und auch der beste Softeinstieg in die Kitzbüheler Skitourenwelt ist der Stuckkogel (1888 m) direkt bei Kitzbühel. Die Tour führt entlang der ehemaligen Piste des Skigebietes Bichlalm und ist ein Sonderfall. So mancher Skitourengeher wird schon verwundert aufgeblickt haben, als ihm plötzlich eine Pistenraupe entgegengekommen ist – ohne Pistenrummel und funktionierenden Lift! Durch eine Vereinbarung mit den ehemaligen Eigentümern des Skigebietes wird dieses fallweise noch präpariert und bietet dann hervorragende Bedingungen. Wer seine erste Tour erfolgreich absolviert hat, kann – vorausgesetzt das nötige Kleingeld ist vorhanden – beim bekannten Promitreff „Rosis Sonnbergstuben“ abschwingen, die Tour führt unmittelbar daran vorbei.

Anmerkung: wir haben das Ziel auch Pelztiertrail genannt. Kommt jemand drauf, warum?

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leichte Skitour in der Kelchsau – Neue Bamberger Hütte

Skitour Neue Bamberger Hütte

Gehzeit: je nach Aufstieg ca 2 Stunden von dem Gasthof Wegscheid
Höhe der Tour: ca. 650 hm
Exposition: N bis NO

Hinweis: ausgehend von der Bamberger Hütte bietet sich ein großartiges Tourenpotential:

Schafsiedel (2447 m), 2 ¼ Stunden
Kröndlhorn (2444 m), 2 ½ Stunden
Salzachgeier (2466 m), 3 Stunden
Dristkopf (2361 m), 2 Stunden

Eine Karte gibt es hier kostenlos zu bestellen:

Schwierigkeit: leicht
Ausgangshöhe: 1150 m
Endhöhe: 1756 m
Beste Tourenzeit: Ganzer Winter
Region: Kitzbüheler Alpen (Kelchsau, kurzer Grund, Zufahrt bis Gasthof Wegscheid möglich (manchmal Kettenpflicht)

Anreise/Zufahrt:

Über die Inntalautobahn Ausfahrt Wörgl Ost, dann in Richtung Kitzbühel bis man nach Bruckhäusl nach rechts ins Brixental bzw. Hopfgarten abzweigt. In Hopfgarten nach der Eisenbahnunterführung rechts in die Kelchsau abbiegen und weiter bis zur Kreuzung Langer und Kurzer Grund. Über die Mautstraße (4,- Euro in 2010, manchmal Schneekettenpflicht)  in den Kurzen Grund bis zum Ende der Fahrmöglichkeit beim Gasthaus Wegscheid. (Parkplatz kostenlos)
Größere Kartenansicht

Ausgangspunkt:

Parkplatz im kurzen Grund, beim Gasthof Wegscheid (ca. 1.150m). Von der Informationstafel geht es rechts über eine Brücke. Erst einige Meter von einem Feldweg in einen Wanderweg abbiegen (Richtung Neue Bamberger Hütte). Dann einem schmalen, aber sehr schönen Weg entlang des Bachlaufes bergauf folgen.Nach einiger Zeit wird der Fahrweg wieder erreicht. Hier überqueren wir den Bach und biegen auf der linken Bachseite ab und gehen weiter Bergauf. (bitte etwaige Lawinengefahr beachten).

weiter Touren rund um die Neue Bamberger Hütte

  • Schafsiedel
  • Aleitenspitze
  • Schwebenkopf
  • Salzachgeier
  • Tristkopf
  • Kröndlhorn
  • Fünfmandling
  • Nandernachjoch
  • Markkirchl

Kartenmaterial

AV-Karte Nr.34/1 Kitzbühler Alpen West

Stützpunkte unterwegs:

Neue Bamberger Hütte, 1.756m (Im Winter bewirtschaftet von Weihnachten bis Ostern, im Sommer von Pfingsten bis Mitte Oktober)

Bilder

Video:

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Test: Deuter Guide 30+ SL Rucksack – Blueberry/Silver

Deuter Guide im Test
Deuter Guide unter harten Testbedingungen

Testbericht des Deuter Guide Rucksacks:

Absolut verlässlich, vielseitig, praktisch – Liebe auf den ersten Blick. So lässt sich meine neue Errungenschaft im Outdoorbereich wohl am treffendsten beschreiben. Zugegeben, ich habe einen „Deuter“-Rücken, daher hatte ich bereits bei der Vorauswahl ein Auge auf diese Marke geworfen, dennoch habe ich auch andere Rucksäcke anprobiert und getestet. Schlussendlich fiel meine Wahl auf den Hochtourenrucksack Deuter Guide 30+ SL in der Farbe Blueberry/Silver. Die Entscheidung gründet zum einen auf der vielseitigen Einsetzbarkeit als Ski- und Hochtourenrucksack und zum anderen auf den vielen praktischen und durchdachten Details dieses Tagesrucksacks. Unser begrenzter Stauraum im Ausrüstungskeller wird nur mit einem Rucksack belastet der sich für kürzere und etwas längere Skitouren, für Hochtouren, für Wanderungen in der kalten Jahreszeit und das ein oder andere Ski- oder Hochtourenwochenende perfekt eignet.

Befestigung: einfach und praktisch
Befestigung: einfach und praktisch

Mein absolutes Highlight ist der seitliche Reißverschluss-Zugang, welcher einen schnellen Zugriff auf alle Ausrüstungsgegenstände gewährleistet.Lästiges im Rucksack herumsuchen und aus- und umpacken gehört damit der Vergangenheit an. Besonders gut gefallen mir auch die vielen durchdachten Befestigungsmöglichkeiten an der Außenseite des Rucksacks. So können Ski, Pickel, Helm und Co einfach befestigt werden, die Materialschlaufe bietet die Möglichkeit Eisschrauben oder Prusik immer direkt griffbereit zu haben. Als Frau weiß ich nicht nur die auf die weibliche Anatomie angepasste Passform der SL Modelle zu schätzen, auch die integrierte Sitzmatte zeigt, dass Deuter weiß was Frauen (vor allem die mit schwacher Blase) wollen. Das Deuter Alpin Back System bietet einen sehr hohen Tragekomfort. Die beiden Polster passen sich exakt und flexibel dem Rücken an und sorgen so für einen körpernahen Sitz, dafür kann das Gesamtgewicht von 1590 g durchaus in Kauf genommen werden. Auch unter voller Beladung inklusive Ski hatte ich das Gefühl die volle Kontrolle über mein Gepäck zu haben. Zu guter Letzt muss ich noch loswerden, dass der Deuter Guide 30+ SL sehr robust ist, selbst geschliffene Skikanten und Pickel konnten ihm nichts anhaben, und dabei noch sehr sportlich und einfach gut aussieht. Ein Traumtyp eben.

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Skitouren rund um die Heidelberger Hütte (Silvretta, Österreich)

Zusammenfassung: Skitouren, Heidelberger Hütte:

Anfang März waren wir 4 Tage auf der Heidelberger Hütte um ein paar schöne Skitouren zu gehen und wichtig – zu entspannen. In Ischgl haben wir uns den Luxus gegönnt und haben eine Reisetasche mit Gepäck bei dem Gepäcktransport der Heidelberger Hütte abgegeben. Dieser verkehrt zweimal täglich (ca. 9.30 Uhr und 17.00 Uhr) zwischen Ischgl und der Heidelberger Hütte. Wer keine Lust hat, den Aufstieg zur Hütte zu machen, kann sich mit dem Skidoo zur Hütte bringen lassen. Soweit wollten wir aber nicht die bequemlichkeit siegen lassen und sind natürlich mit den Ski zur Hütte aufgestiegen. Dazu haben wir nicht den klassischen Weg genommen, sondern sind über ein Seitental zur Hütte aufgestiegen. Da dieses Tal nicht offiziel als Tour geführt wird, will ich es an dieser Stelle auch nicht näher beschreiben. Schließlich soll es weiter ein einsames Tal bleiben und dem Trubel von Ischgl aussen lassen.

Skitour "der unaussprechliche"
Skitour "der unaussprechliche"

Strahlenden Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen hatten wir uns für den ersten Hüttentag vorgenommen. Dichter Nebel, Schneetreiben und kalte, stürmische Temperaturen haben uns erwartet. Ganz überraschend war das nicht, aber man hofft ja immer noch 😉 Also haben wir eine einfache Tour für den ersten Tag gewählt und haben uns zur Breiten Krone hochgekämpft. Der stürmische Wind und das Schneetreiben haben es wirklich zum Kampf werden lassen. Die Abfahrt vom Kronenjoch war dann etwas, was man klassischen Stemmschwung nennt. Elegant war es nicht, aber man ist zumindest unten angekommen.

Der Nachmittag war dann deutlich besser und nach einem Hütteneinkehrschwung haben wir eine zweite Tour in Angriff genommen. Der “unaussprechliche” war unser Ziel für diesen Nachmittag. (Kann sich jemand denken, um welchen berg es geht?). Nach zwei Stunden Aufstieg wurden wir belohnt, indem die dicke Nebelsuppe sich gelichtet hat und ein traumhaftes Panorama eröffnet hat. So langsam wurde der Harschdeckel auch immer tragfähiger. Es ging eindeutig in die richtige Richtung. So hat sich die Vorfreunde auf den nächsten Tag in der abendlichen Tourenplanung verwirklicht (natürlich in geselliger Runde mit anderen “Leidensgenossen”). … weiter nach einer kleinen Pause.

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Skitour: Silberpfennig (2605m) – Rauriser Tal, Goldberggruppe

Anfang Februar waren wir ein paar Tage in dem tollen Skitourengebiet Rauriser Tal und haben trotz der eisigen, fast polaren Temperaturen einige wunderschöne Skitouren unternommen. Untergebracht waren wir im Ammerer Hof, einem sehr bekannten aber dennoch heimeligen, romatischen Berggasthof am Talschluss Kolm Saigurn. Die letzten Kilometer, ab dem im Sommer mautpflichtigen Talschluss beim Bodenhaus (nach Rauris noch ca. 20 Minuten ins Tal weiter hinein) können im Winter nur zu Fuß oder per Skidoo zurückgelegt werden (Abholung durch den Hüttenwirt vom Naturfreundehaus oder dem Ammerer Hof).

Tourenziel war am ersten Tag, der knapp 2600 m hohe Silberpfennig. Bereits im Juni hatten wir einen Versuch gestartet, waren dann aber zu Fuß bei schlechtem Wetter gescheitert. Diesmal sollte uns, so der feste Vorsatz, nichts einen Strich durch die Rechnung machen.

Wegbeschreibung / Routenverlauf

Vom Ammererhof geht es zuerst in nordöstlicher Richtung, erst über eine Lichtung, dann mäßig steigend durch den Wald bis oberhalb der leicht zu erkennenden Durchgangsalmen. Nach einer kurzen Abfahrt zur Durchgangalm, über freies Almgelände weiter zur Filzenalm und über eine leicht bewaldete Steilstufe in das Filzenkar. Beim Blick in Östlicher Richtung sieht man ein Gipfelkreuz, gleich links davon ist die Bockhartscharte (2226m) zu erkennen.Auf knapp 2100 m, kann ich mich (sichere Bedingungen vorausgesetzt) nach links wenden und den Weg ein wenig abkürzen indem man die Bockhardtscharte an seiner rechten umgeht.

Am Grad dann nach Norden höher, bis man bei einer steilen Flanke nach NO in ein Kar unterhalb der Baukarlscharte quert; aus der weiten Mulde nach N in die Scharte (2492m). Dann je nach Schneelage entweder direkt am Grat (eventuell felsiges Gelände), oder die Felsen in den Flanken umgehend zum Gipfelplateau des Silberpfennigs (2600m), Kreuz.

Wir hatten mal wieder das Pech, dass unterhalb der Baukarlscharte dichter Nebel denn Weg zu unsicher machte und uns zur Umkehr gezwungen hat. Also ist der Silberpfennig von uns auch im zweiten Anlauf mal wieder nicht bezwungen worden. Schade, den das Panorama inkl. Sonnblick, Schareck, etc. ist bestimmt toll und läßt schon den Aufstieg zum Erlebnis werden.

Fakten zur Tour:

Günstigste Jahreszeit: ganzer Winter, Frühjahr
Gehzeit: ca. 3 Stunden
Höhenmeter Aufstieg / Höhenmeter Abfahrt: 1.000HM  /   1.200HM (fast bis zum Bodenhaus, dann Wiederauftieg zum Ammererhof)
Schwierigkeit Aufstieg  / Abstieg: gering / je nach Routenwahl teilweise etwas steiler
Exposition: Südwest bis Nord (Scharte)

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